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Ich habe mich glaub „verrenkt“… Geht das überhaupt?

Beitrag vom 09.08.2022

Immer wieder kommen Patienten zu uns die sich „verrenkt“ haben. Aber was ist das und was kann man dagegen tun?

Erst einmal möchte ich ein paar beruhigende Worte sprechen. Ein Wirbel kann nicht einfach rausspringen oder verrutschen. Wenn das so wäre, hätten viel mehr Menschen eine Querschnittslähmung. Wenn ein Wirbel verrutschen würde, würde das Rückenmark geschädigt und es könnte zu einem Ausfall kommen, der als Querschnittslähmung bezeichnet wird. Also keine Sorge, wenn mal etwas Schmerz in der Wirbelsäule ist oder es dort mal knackt, dann ist nicht gleich ein Wirbel rausgesprungen oder verrutscht. Natürlich kann man sich Gelenke ausrenken, dazu sind aber im Normalfall größere Kräfte notwendig. Zum Beispiel kann man sich das Schultergelenk ausrenken, wenn man schwer stürzt. Auch andere Gelenke können Auskugeln, beispielsweise bei schweren Verkehrsunfällen. In all den Fällen ist die Ursache aber bekannt.

Schmerzen in der Wirbelsäule können viele Ursachen haben. Von der Muskulatur über die Gelenke, Bänder und … Es können verschiedene Strukturen weh tun. In diesem Blog-Beitrag möchte ich auf das Eingehen was dem „verrenken“ am nähesten kommt. Die Rede ist von Blockierungen. Bei einer Blockierung spricht man von einer vorrübergehenden Beweglichkeitseinschränkung in einem oder mehreren Wirbelgelenken. Dies kann Schmerzen auslösen, da andere Strukturen überlastet werden. Blockierungen können überall in der Wirbelsäule auftreten. Die Ursache und der Mechanismus einer Blockierung ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Es wird vermutet, dass zum Beispiel durch Fehlbelastung eine Anhaltende Verkrampfung der Muskulatur in dem Wirbelsegment dazu führen können. Auch ein vermehrter Unterdruck in dem Gelenk wird diskutiert.

Wenn akute Schmerzen durch Blockierungen entstehen, können Mobilisationstechniken aus der manuellen Therapie helfen. Auch Manipulation aus der Chirotherapie/Chiropraktik oder Schmerzmittel können die Problematik minimieren.

Wenn keine Schmerzen vorhanden sind, kommt es bei einer Blockierung lediglich zu einer Bewegungeinschränkung. In diesem Fall helfen Bewegungsübungen, wie Yoga, Dehnlagerung, Dehnung oder sonstiger Übungen, um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu fördern.
Also keine Angst ein Wirbel springt nicht einfach raus.

Ein Beitrag von Norbert Pietsch
Physiotherapeutische Praxis Pietsch


 

 
 
 
 
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